Die Dagersheimer Mannschaft

Gemeinsam mit der Einsatzabteilung Böblingen bildet die Einsatzabteilung Dagersheim die Gesamtfeuerwehr Böblingen. Somit steht den Bürgerinnen und Bürgern von Böblingen und Dagersheim eine rund 150-Mann starke Feuerwehr rund um die Uhr zur Verfügung, wenn ein Notfall eintritt.


Die Einsatzabteilung Dagersheim besteht derzeit aus 47 aktiven Feuerwehrmännern und einer aktiven Feuerwehrfrau mit einem aktuellen Durchschnittsalter von 44,9 Jahren. Diese Einsatzkräfte sind allesamt freiwillig und ehrenamtlich bei der Feuerwehr tätig. Das heißt, jeder geht tagsüber seinem Beruf nach. Wird die Feuerwehr zu einem Notfall alarmiert, verlassen die Einsatzkräfte sofort ihren Arbeitsplatz und finden sich schnellstmöglich im Feuerwehrgerätehaus ein, um nach wenigen Minuten mit dem Einsatzfahrzeug ausrücken zu können. Ein solches ehrenamtliches Engagement erfordert natürlich auch die Kooperationsbereitschaft der Arbeitgeber, was in der heutigen – vom Wettbewerb geprägten - Arbeitswelt nicht ganz selbstverständlich ist.



Weitere Gruppierungen in der Feuerwehr sind die Altersabteilung und die Jugendfeuerwehr. In die Altersabteilung wechseln Feuerwehrangehörige spätestens mit Vollendung des 65. Lebensjahres. Derzeit besteht diese aus 12 Mitgliedern. Das Durchschnittsalter beträgt 80,1 Jahre. Bei der Jugendfeuerwehr ist der Eintritt bereits ab 10 Jahren möglich. In Dagersheim besteht die Jugendfeuerwehr aus 8 Mitgliedern.


Die Feuerwehr Dagersheim wurde im Jahr 1876 gegründet und kann somit auf eine 138-jährige Geschichte zurückblicken. Während dieser Zeit gab es natürlich enorme Fortschritte, was Technik und Ausrüstung anbelangt. Aber auch die Anforderungen an die Einsatzkräfte sind gestiegen. So sind Brände rückläufig und die technischen Hilfeleistungen gewinnen immer mehr an Bedeutung und müssen auch entsprechend trainiert werden.


Die Einsatzkräfte der Dagersheimer Feuerwehr üben den Ernstfall analog wie die Kameraden aus Böblingen, denn im Einsatzfall müssen sich beide Abteilungen ergänzen können. Seit dem Jahr 1998 rücken beide Abteilungen gemeinsam im Rendezvous-Verfahren aus. Das heißt, aus beiden Wachen rücken Fahrzeuge aus – so können die geforderten Hilfsfristen gewährleistet werden. Ein solches System erfordert ein gemeinsames Einsatzkonzept, damit im Alarmfall jeder Handgriff sitzt.


Wie bereits beschrieben, sind die Angehörigen der Feuerwehr freiwillig und ehrenamtlich tätig. Somit hat jeder einen Beruf, von dem wiederum der Feuerwehr und die Stadtverwaltung profitieren können. Denn so können viele Reparatur- und Renovierungsarbeiten in Eigenleistung vollzogen werden, was die Stadtkasse finanziell entlastet. Zwei ehrenamtlich tätige Gerätewarte halten Fahrzeuge und Geräte in vielen Stunden in tadellosem Zustand und koordinieren auch größere Umbaumaßnahmen.


Neben der „normalen“ Feuerwehrtätigkeit haben viele der Feuerwehrangehörige weitere Zusatzfunktionen wie Gruppenführer, Zugführer, Maschinist oder Atemschutzgeräteträger, die wiederum weitere Ausbildungen oder Übungsdienste nach sich ziehen. Es führt aber in letzter Konsequenz zu einer bestens ausgebildeten und leistungsfähigen Feuerwehr.


Neben Kommandant und Stellvertreter lenken 8 gewählte Mitglieder des Ausschusses die weitere Entwicklung der Einsatzabteilung. Hier werden strategische Themen besprochen, beschlossen und auch umgesetzt. Die Mitglieder des Abteilungsausschusses sind auch gleichzeitig Mitglied im Ausschuss der Gesamtfeuerwehr Böblingen.

 



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