Gefahren im Herbst

Der Herbst hat begonnen! Die Tage werden kürzer, die Nächste länger. Die Blätter färben sich und fallen zu Boden. Der Herbst bieten ein prächtiges Farbenspiel in Wald und Flur. Er ist aber auch nicht ungefährlich. Dichter Nebel, nasses Laub und erstes Glatteis – der Herbst erfordert besondere Vorsicht von den Verkehrsteilnehmern.

Straßen- und Sichtverhältnisse

Grundsätzlich gilt: Vorausschauend fahren und die Geschwindigkeit den Straßen- und Sichtverhältnissen anpassen. Mit der Faustregel „Sichtweite ist gleich Sicherheitsabstand“ lassen sich viele Unfälle vermeiden. Das bedeutet: Liegt die Sicht unter 50 Metern, sollte auch der Tacho nicht mehr als 50 km/h anzeigen. Als Orientierungshilfe dienen die Leitpfosten am Straßenrand. Sie sind auf Bundesstraßen und Autobahnen im Abstand von 50 Metern aufgestellt. Gleichzeitig bedeutet eine Sicht unter 50 Metern: Nebelschlussleuchte einschalten. Haben sich die Sichtverhältnisse wieder gebessert, muss sie jedoch wieder ausgeschaltet werden, um den Nachfolgeverkehr nicht unnötig zu blenden.

 

An frühzeitigen Reifenwechsel denken

Feuchte Witterungsverhältnisse, die im Einzelfall auch zu Glatteis führen können, lassen bereits an Winterreifen denken. Der Reifenwechsel sollte bis Mitte November vollzogen sein, denn spätestens ab dann ist mit Schneefällen und Raureif zu rechnen. Die Lamellenkanten der Winterreifen bieten bei solchen Bedingungen besseren Halt. Bei gebrauchten Winterreifen ist zudem zu beachten: Mit weniger als vier Millimetern Profiltiefe sollte nicht in den Winter gestartet werden.

 

Landwirtschaftliche Fahrzeuge

Im Spätsommer und Frühherbst sind besonders viele Traktoren und Erntemaschinen unterwegs. Rechnen Sie mit diesen langsamen Gefährten auf der Straße. Landwirte arbeiten oft bis spät in die Nacht oder schon früh am Morgen. Besonders gefährlich: die Einmündungen in Feldwege. Hier sind die Straßen mitunter verschmutzt, zudem benötigen die schweren und mäßig beleuchteten Fahrzeuge ggf. mehr Zeit, um zu Rangieren oder Anzufahren

 

Wildwechsel

Durch die abgeernteten Felder ergibt sich eine weitere Gefahr für die Verkehrsteilnehmer: Wildwechsel. Schwarz- und Rotwild, Füchse und Hasen finden nicht mehr genügend Schutz und queren auf der Flucht in schützende Wälder oftmals Straßen. Auch entlang vieler Alleen tummeln sich im Herbst die Wildtiere, um sich mit Kastanien und Eicheln einen Vorrat für den Winter anzufressen. Hier gilt ebenfalls: Fuß vom Gas und mit Weitsicht fahren. 

Sollte es doch zu einer Kollision mit einem Wild gekommen sein, ist folgendes zu beachten: Unbedingt die Unfallstelle sichern, damit sich keine Folgeunfälle ergeben. Außerdem ist die Polizei oder das zuständige Forstamt über den Wildunfall zu informieren. Unbedingt sollte man sich den Unfall schriftlich bestätigen lassen. Das ist wichtig für die Versicherung, die den Schaden übernehmen soll.


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok