Großer Übungsabend der Abteilung Böblingen

Insgesamt vier Gruppen machten sich am Dienstag, 24.07, bei einem turnusmäßigen Übungsabend auf ins Stadtgebiet Böblingen, um an feuerwehrtechnischen Gerät die Bedienung sowie die Abläufe bei einem Einsatz zu üben. Dabei konnten die gestellten Übungsszenarien gar nicht unterschiedlicher ausfallen. Während ein Teil am Oberen See unter viel Publikumsverkehr die Wasserförderung aus offenen Gewässern übte, wurde nur wenige hundert Meter weiter auf einer Baustelle in der Herrenberger Straße die Rettung einer verschütteten Person geprobt.


Sichern – Heben - Retten

Die Rettung einer verschütteten Person ist sicher keine alltägliche Aufgabe für die Feuerwehr. Umso wichtiger ist es, die Gerätschaften und die Vorgehensweise, die einen solchen Einsatz unterstützen, zu kennen. Denn eines hat in der Regel die verunfallte Person nicht – Zeit! Oftmals müssen sich die Einsatzkräfte unter Berücksichtigung des Eigenschutzes über Stunden zu den Verletzten vorkämpfen. Im Übungsszenario mussten die Floriansjünger eine Person, herausragend von einem Baumstamm gemimt, unter schweren Betonteilen hervor retten. Dafür führt die Feuerwehr sogenanntes hydraulisches Rettungsgerät mit sich. Mit Öldruck werden ausfahrbare Stempel und Spreizer zu wahren Kraftmaschinen und können tonnenschwere Teile mit Leichtigkeit lebenswichtige Zentimeter in die Höhe heben. Davor und danach ist es unabdingbar die Bauteile gegen weiteres verrutschen oder fallen zu sichern. Holzklötze und Keile haben sich hierbei als zuverlässige Werkzeuge erprobt. Die Taktik der Feuerwehr ist oft vielschichtig, daher gibt es in der Regel meist mehrere Optionen eine Aufgabe zu lösen. Nachdem verschiedene Herangehensweisen versucht wurden, konnte der Baumstamm, alias verletzte Person, sicher gerettet werden.

Wasser marsch!

Das wichtigste Element bei der Brandbekämpfung ist seit Jahrhunderten Wasser. Dies können die Einsatzkräfte entweder aus einem unterirdischen Wasserleitungsnetz mit Hydrantenentnahmestellen oder aus offenen Gewässern fördern. Das mitgeführte Wasser in den Tanks der Löschfahrzeuge ist lediglich für kleinere Brände ausreichend und je nach Wasserabgabe sehr schnell erschöpft. Bei der Wasserförderung aus offenen Gewässern, z.B. einem See,  wird mit Hilfe einer Pumpe und formstabilen Saugschläuchen das Wasser heraus gesaugt und zur benötigten Stelle, z.B. einem Wasserwerfer oder Strahlrohr, hingepumpt. Um gerade in der heißen Jahreszeit kein Wasser zu verschwenden pumpt die Feuerwehr das Wasser aus einem See und spritzt es aus Werfern direkt wieder hinein. Dabei können die Floriansjünger die technischen Details der Feuerlösch-Kreiselpumpen und der Wasserwerfer kennenlernen. Der positive Nebeneffekt für die Umwelt ist, dass der See durch das wieder einströmende Wasser mit Sauerstoff versorgt wird. Bei einer Durchflussmenge von 2000 Litern Wasser pro Minute kommt da einiges zusammen. Das imposante Wasserspiel verfolgten am Oberen See zahlreiche Zuschauer, die sich bei schönstem Wetter an der Promenade tummelten. Dabei konnten wir viele Fragen rund um das Thema Feuerwehr beantworten.

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