Böblinger Wehrleute proben den Ernstfall

Kellerbrand in Gaststättengebäude, mehrere Personen werden im Gebäude vermisst!

Und tatsächlich rauchte es am Dienstag, 19.07 sowie am 25.07., bereits stark aus dem Gebäude an der Pontoiser Straße und hilflose Personen machten an Fenstern auf sich aufmerksam. Ein dramatisches Szenario, jedoch zum guten Glück „nur“ eine Übung. Unterstrichen wurde die Ernsthaftigkeit des Übungsabends mit der Anfahrt von sechs Feuerwehrfahrzeugen mit Blaulicht und Martinshorn. Und viele von den Anwesenden Zuschauern, die durch das Treiben aufmerksam wurden, konnten zuerst nicht zwischen einer Übungskünstlichkeit und einem realen Einsatz unterscheiden.

Übung macht den Meister

Und schon direkt nach Ankunft der Fahrzeuge werden Schläuche ausgerollt, Leitern aufgestellt und Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten huschten ins das Gebäude. „Zwei Personen im Obergeschoss gefunden, werden über Steckleiter gerettet!“, krächzt es aus einem Funkgerät. Kommandant Thomas Frech, der als Beobachter vor Ort war, nickte zufrieden. „Mehrmals im Jahr proben wir unter sehr realistischen Bedingungen in Gebäuden, die wir freundlicherweise zur Verfügung gestellt bekommen. Wir üben bereits im Vorfeld und holen uns in sogenannten Zugübungen, bei denen ein ganzer Löschzug involviert ist, den letzten Schliff“, erklärte Frech.

Und so übten in den vergangenen zwei Wochen über 60 Wehrleute aus Böblingen das Vorgehen bei einem Brandfall in einem Gebäude. „Wir haben Standards, wie wir taktisch in solchen Lagen vorgehen. Jeder Feuerwehrmann weiß, wo er im Ernstfall anpacken muss. Das kann er aber nur wissen, wenn das Prozedere regelmäßig geübt wird und die Handgriffe in Fleisch und Blut übergehen“, erläuterte Pressesprecher Mario Schnepf das Übungsgeschehen. „Wir bedanken uns auch sehr herzlich für das Verständnis der Bevölkerung, wenn es aufgrund des Übungsbetriebes zu kurzfristigen Beeinträchtigungen kommt“, so Schnepf weiter.

„Brand im Keller lokalisiert, Brandbekämpfung eingeleitet, drei weitere Personen über Haupteingang gerettet“, schallt es wieder aus dem Funkgerät. Alle Einsatzziele wurden erreicht, die Übung beendet.

Im großen Abschlussplenum wurde das Vorgehen nochmals analysiert. Die Übung war ein voller Erfolg, doch gab es schon Tipps, wie die Taktik weiter optimiert werden kann. „Wir entwickeln uns stetig weiter, probieren auch viele Sachen aus. Das garantiert einen hohen Ausbildungsstandard und Wissensstand in der Feuerwehr“, schloss Thomas Frech die Übung ab, ehe sich alle Floriansjünger bei Gegrilltem auf der Wache wieder stärken konnten.        

                                                   


 

 


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