Die Periode 1958 bis 1983

Die Jahre nach der 100 Jahrfeier in 1958 zeigen eine rasante Entwicklung der Stadt Böblingen. Eine ähnliche Entwicklung macht daher in dieser Zeit auch die Feuerwehr durch. Einer der Höhepunkte dabei war sicher die Inbetriebnahme der neue Feuerwache am Röhrer Weg 1975. Im Jahr 1959 waren bereits 35 Feuerwehrleute an die Weckerlinie angeschlossen.

Eine geplante Erweiterung der Feuerwehrmeldeanlage musste allerdings aus finanziellen Gründen zurück gestellt werden. Das Bundesverfassungsgericht hatte nämlich mit seinem Urteil vom 20. Mai 1959 festgestellt, dass die ausschlaggebenden Bestimmungen zur Erhebung der Feuerwehrabgabe im Landesfeuerwehrgesetz gegen Grundrecht verstößt. Die Feuerwehrabgabe konnte daher in 1959 nicht erhoben werden. Eine Änderung des Feuerwehrgesetzes vom 9. Februar 1960 brachte dann allerdings wieder die notwendigen gesetzlichen Grundlagen und machte auch eine rückwirkende Erhebung möglich.

In den sechziger Jahren wurden dann umfangreiche Investitionen in Ausrüstung und Fuhrpark getätigt. Bereits 1960 wurde für DM 5.100 ein gebrauchter Mercedes 180 D als Kommandofahrzeug angeschafft und als Ersatz für zwei überalterte Fahrzeuge wurde ein TLF 16 in Auftrag gegeben. Kommandofahr 1963 wurde dann eine Funkanlage in Auftrag gegeben. Außerdem wurden rund 4.000 Meter des vollkommen überholten und überalterten Leitungsnetzes der Feuermelde- und Alarmanlage ausgewechselt.

1964 kam dann noch eine 30 Meter hohe Drehleiter sowie ein Schlauchwagen mit 800 m B-Schläuchen hinzu. Im gleichen Jahr wurden auch die Beziehungen zu den Feuerwehrkollegen aus der Partnerstadt Pontoise begründet. 1965 wurde der langjährige Kommandant Eugen Beuttler, sowie Brandmeister Hans Maurer zu Ehrenmitgliedern ernannt. 1966, ein Jahr später wurde Brandmeister Theodor Fischer und 1967 Brandmeister Eugen Lanksweirt diese Ehre zuteil.

Das Jahr 1966 brachte viele bedeutungsvolle Ereignisse für die Feuerwehr Böblingen. Vom 1. bis 15. September nahm die Wettkampfgruppe an den internationalen Feuerwehrwettkämpfen im Jugoslawischen Karlovac teil. Am 1. Oktober fand auf dem Postplatz die erste gemeinsame Hauptübung der Feuerwehren Böblingen und Sindelfingen der Nachkriegszeit statt. Außerdem wurde die Mannschaft mit neuen Uniformen und Mützen ausgestattet. An den Feierlichkeiten zum 110-jährigen Jubiläum im Juli 1968 nahmen Abordnungen ausländischer Feuerwehren aus Frankreich Pontoise und Graffenstaden, aus Belgien Aalst sowie aus Österreich Waidhofen, Stockerau und Tullnerbauch teil.

FW BB 1965 02

 

Die Einweihung der Kongresshalle brachte mit der Aufstellung von Brandwachen wieder ein neues Aufgabengebiet für die Feuerwehr hervor. Im Zuge der Gemeindereform wurde Dagersheim am 1. September 1971 ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Böblingen. Für die Feuerwehr Dagersheim bedeutete dies Koordinierung und Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Böblingen bei voller Beibehaltung der eigenen Selbstständigkeit (neue Feuerwehrsatzung). So wurde bereits am 6. Juni 1971 eine gemeinsame Waldbrandübung von der Böblinger und Dagersheimer Feuerwehr durchgeführt.

 



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