In der Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum fängt das Kapitel über die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Böblingen wie folgt an:

„Feuer ist eine ewige Urkraft“ und viel älter als das Menschengeschlecht. Seit der Mensch die Erde bewohnt, ist das Feuer sein Freund und Helfer und sein Widersacher zugleich. Wir kennen das Feuer, das Schrecken verbreitet, wenn es als Blitz vom Himmel fällt, wenn es als Lava aus dem Vulkan fließt, wenn es in Steppen-und Waldbränden Mensch und Tier zu verschlingen droht, wenn es Dörfer und Städte in Schutt und Asche legen will. Und als letzten der Schrecken hat sich die menschliche Phantasie das Höllenfeuer ausgedacht, das der verdiente Lohn für ein sündiges Leben sein soll. Wir kennen aber auch das Feuer, das dem Menschen ein treuer Helfer ist auf seinem Weg vom Urzustand zur hochentwickelten Kultur unserer Zeit. Es ist das Lagerfeuer der Wander- und Hirtenvölker, das Herdfeuer der sesshaft gewordenen Siedler, das Feuer, welches Metalle und Werkzeuge bereiten hilft, Kessel heizt, Kraft erzeugt, Maschinen schmiedet und in Bewegung setzt, das Feuer, ohne welches das heute so bewegte, so gefährliche, so mit allen Bequemlichkeiten ausgestattete moderne Leben nicht denkbar ist.“

Der Text für diesen Abschnitt wurde weitestgehend der Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum entnommen und wurde damals verfasst von Ratsschreiber Kraut. Das Bestehen einer organisierten Löschmannschaft lässt sich in Böblingen bis 1812 zurückverfolgen. Die 4 Abteilungen standen unter den Befehl von Rottenleuten. Diese wurden aus dem Kreis des damaligen Gemeinderats (die so genannten Magistratsverwandten) ausgewählt.

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Für die Steigerkompagnien der gemeinsamen Feuerwehr Böblingen und Sindelfingen, welche vorwiegend aus Angehörigen technischer Gewerbe bestehen sollten, war das Prinzip der Freiwilligkeit vorgesehen. Nach einem Aufruf meldeten sich rasch genügend Bürger auf dem Rathaus, die dann auch bald eingeteilt wurden. Zur gleichen Zeit wurden die übrigen Mannschaften neu zusammengestellt. Als Kommandant wurde Oberamtsbaumeister Schrenk und als Kassier Oberamtspfleger Hartranft bestellt. Die Folge dieser Neuorganisation war auch, dass die Feuerlöschgeräte ergänzt wurden.

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Am 15. Dezember 1874 wurde der bisherige provisorische Kommandant der gemeinsamen Feuerwehr Andreas Brezing zum neuen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Böblingen gewählt. Als notwendige Folge der Trennung der beiden Wehren wurde am 18. September 1875 auf dem Rathaus eine Neuorganisation der Böblinger Löschmannschaft vorgenommen. Hierbei wurde die Steigerkompanie auf 80 Mann erhöht.

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Vieles aus dieser Periode entstammt der Festschrift zu den 100-Jahrfeiern, und wurde damals von Mittelschulrektor a.D. K. Bauer verfasst. Eine sehr wichtige Quelle dabei war das Notizbuch von Stabshornist David Baisch, der von 1876 bis zu seinem Tod in 1932, 56 Jahr lang der Feuerwehr angehörte. Die Böblinger Feuerwehr hatte ihm wegen seiner Verdienste das Prädikat „Ehrenstabshornisten“ zuerkannt. Das Notizbuch befindet sich heute noch im Archiv der Feuerwehr.

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Die Zeit des Nationalsozialismus hat generell weitreichende Veränderungen für die Organisation der Feuerwehren mit sich gebracht. Landesweit wurden die bisher als Gemeindeeinrichtung fungierenden Feuerwehren schrittweise als zentral gelenkte Feuerlöschpolizei dem Innenministerium unterstellt. Dieser Prozess begann bereits 1933 und wurde im Wesentlichen mit dem Gesetz über das Feuerlöschwesen vom 23. November 1938 abgeschlossen.

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Bombardierung am 7. Oktober 1943

Von Eugen Beuttler, der von 1926 bis 1939 Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Böblingen war und danach ihrem Stab angehörte, liegt folgender Bericht vor:

„Am 7.Oktober 1943 wurde um 23:20 Uhr Luftalarm gegeben. Ich begab mich, wie üblich, zur Befehlsstelle Schlosskeller. Der Stab des örtlichen Luftschutzes, der Feuerwehrstab, Sanitäter, Helfer und Melder waren zur Stelle. Auch Frauen und Kinder der Nachbarwohnungen hatten sich schutzsuchend eingefunden. Kurz nach 23:30 Uhr hörte man gewaltige Detonationen.

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Die Jahre nach der 100 Jahrfeier in 1958 zeigen eine rasante Entwicklung der Stadt Böblingen. Eine ähnliche Entwicklung macht daher in dieser Zeit auch die Feuerwehr durch. Einer der Höhepunkte dabei war sicher die Inbetriebnahme der neue Feuerwache am Röhrer Weg 1975. Im Jahr 1959 waren bereits 35 Feuerwehrleute an die Weckerlinie angeschlossen.

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